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Home | Kontakt: Ralph Schlaepfer, Spitalstrasse 23, 9472 Grabs, ++41 - 81 - 771 41 25, ralph.schlaepfer@bluewin.ch |
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» Geschichte | Schloss
Entstehung und Trennung: Ab dem 10. Jh. gehört das Rheintal zu Unterrätien und wird ab 1032 von den Grafen von Bregenz regiert. Durch Heirat erbt Pfalzgraf Hugo von Tübingen diese Herrschaftsrechte. Sein jüngerer Sohn Hugo erhält dieses Erbe und nennt sich später "comes montis fortis", Graf von Montfort. Um 1200 baut er die Schattburg und gründet Feldkirch. Sukzessive wird in unserem Gebiet das noch vorherrschende romanische Element zurück gedrängt, eine rasche Germanisierung setzt ein. Die Söhne Hugos, Rudolf und Hugo, verwalten den Besitz gemeinsam, wobei Rudolf sich stärker um die linksrheinischen Besitzungen zu kümmern scheint. Vermutlich hat er, oder bereits sein Vater die Burg erbaut. Entgegen früheren Annahmen, scheinen Burg und Palas in enger zeitlicher Folge erbaut worden sein (Baugeschichtliche Untersuchungen 1977/78 deuten darauf sowie auf bautypische Merkmale der Stauferzeit). Rudolf, der als Gründer der Linie Werdenberg gilt, stirbt früh und hinterlässt eine selbstbewusste Witwe, die sich mit dem Vormund ihrer Kinder (Rudolfs Bruder Hugo von Montfort) überwirft. Nach dem Tod Hugos (1257) kommt es bereits 1258 zu einer Teilung der montfortischen Güter. Die Söhne Rudolfs, Hugo und Hartmann, erhalten die südlichen Herrschaftsteile vom Walensee bis zum Arlberg und das linksseitige Rheintal. Hugo wird der Begründer der Linie Werdenberg-Heiligenberg, auf Hartmann geht die Linie Werdenberg-Sargans zurück. Am 2. Mai 1259 erscheint Hartmann in einer Urkunde erstmals als "comes de Werdenberch", Graf von Werdenberg. Bis etwa 1342 bleiben aber die Herrschaften Werdenberg-Heiligenberg und Werdenberg mehr oder weniger eng verbunden. Erst danach lösen sie sich in die Grafschaften Werdenberg, Sargans und Vaduz auf. Schon wenige Jahre nach der Trennung vom Stammhaus Montfort sind die Werdenberger in heftige Kriege mit ihren Verwandten verstrickt. Ursachen sind wohl Erbstreitigkeiten, zu denen genügend Anlass besteht. Einerseits halten Montforter und Werdenberger noch lange nach der Trennung noch gemeinsame Rechte und Güter, andererseits haben die Werdenberger als entscheidenden Nachteil keine Städte innerhalb ihrer Herrschaftsgebiete, obschon sie die wichtige Route vom Walensee zum Arlberg beherrschen. Bedeutung der Städte: Städte sind zur Stauferzeit und noch einige Zeit danach meist Grossburgen. Von Mauern umgebene Wohngemeinschaften mit fester Arbeitsteilung, genau vorgeschriebenen Rechten und Pflichten. Bei der damaligen Kriegstechnik sind sie jedoch nur sehr schwer einnehmbar, haben also eine wichtige strategische Bedeutung und dienen überdies als Verwaltungszentren. Von der wirtschaftlichen Bedeutung der Zentren als Markt- und Umschlagplätze einmal abgesehen. Zwischen 1050 und 1300 nehmen die Stadtgründungen im Deutschen Reich enorm zu. Besonders als der Staufer Friedrich II. um 1231/32 den Fürsten die landesherrliche Hoheit zugestehen muss (Kampf Staufer - Papsttum), womit auch das Recht zur Stadtgründung eingeschlossen ist, schiessen mittlere und kleine Städte fast wie Pilze aus dem Boden. Zuzug von leibeigenen Bauern aus dem Lande haben sie genug ("Stadtluft macht frei"). Die grösseren Dynasten versuchen nun mit Stadtgründungen die Abrundung und Sicherung ihrer angestrebten Territorialherrschaften. Mit dem Tod Friedrich II. beginnt um 1250 die "Kaiserlose Zeit", ein Chaos mit einer Unzahl von Kleinkriegen zwischen grossen und kleinen Adligen. Nun massen sich auch die Kleinadligen das Recht zur Stadtgründung an. Innerhalb von nur 50 Jahren verzehnfacht sich die Anzahl Städte im Reich. Die entstehenden Kleinstädte, wie auch Werdenberg, dienen vor allem militärischen Zwecken, sind aber auch wichtige lokale Märkte. Die Gründung Werdenbergs gehört also in einen übergeordneten Kontext. Das Sicherheitsbedürfnis der noch jungen Linie Werdenberg zwingt zur Gründung von sicheren Zentren. So gründen sie nacheinander Bludenz, Sargans und Werdenberg. |
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